Das Ende der Woche war gekommen und damit auch fast schon das Ende meiner Rotation in der Trauma. Jetzt wünsche ich mir, dass es doch noch ein wenig weiter gehen könnte für mich in der Trauma. Gerade habe ich mich so richtig eingelebt...
Ich hatte meinen Nachtdienst extra auf Donnerstagnacht gelegt, sodass ich am Freitag frei und somit ein verlängertes Wochenende hatte. Es war glücklicherweise nicht allzu viel los in der Nacht. Natürlich gab es mal wieder die obligatorischen Platzwunden, die genäht werden mussten. So eine ältere Dame, die total nett war und eine Lazeration über ihrer Augenbraue hatte. Und ich dachte: Endlich mal kein Besoffener, der mich die ganze Zeit beim Nähen zu labert, aufs Klo muss und ständig sein Gesicht bewegt. Nachher stellte sich heraus, dass ich mit meiner Annahme über ihre Blutalkoholkonzentration doch nicht so ganz richtig lag. Trotzdem fiel sie positiv auf unter all den Besoffenen, die ich hier so sehe.
Also fing ich an mit nähen und nach 9 Stichen hatte ich es verschlossen. Selbe Patientin hatte auch noch ein orthopädisches Problem, deswegen standen plötzlich 4 (!) Orthopäden um mich herum - also die müssen echt überbesetzt sein, wenn man bedenkt, dass es kurz nach Mitternacht war. Alle schauen so auf meine Naht und the sexiest ortho guy alive @ RIH sagt: Wow, das sieht aber gut aus für eine Studentin!! :D
Am Montag werde ich meinen letzten Tag und Nacht in der Trauma haben. Ich bin schon ganz traurig, obwohl ich mich natürlich auch auf meine freien Weihnachtstage mit meiner Schwester, die mich besuchen kommt, freue.
Mein kulturelles Event am Wochenende war mein Ballettbesuch bei "Der Nussknacker" im Providence Performing Arts Center. Das war echt schön. Vor allem der Saal ist eine Augenweide :).
Liebe Wintergrüße aus Providence.
Julia.
PS: Pünktlich zu Weihnachten hat es begonnen zu schneien.

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