Mittwoch, 17. Dezember 2014

Mein persönliches Workout

Durch mein PJ in der Trauma muss ich um mich sportlich zu betätigen eigentlich nie ins Fitnesscenter gehen. Nicht nur, dass die täglichen Wege im Klinikum hier schon von sich aus weit sind, weil es so viele verschiedene Gebäude sind und die Patienten hier kreuz und quer verstreut über den Stationen liegen, es kommen noch unvorhergesehene Sporteinlagen hinzu.
Nachdem die Verbrennungsklinik nämlich am Montagmittag geschafft war, hatte ich den Geistesblitz einfach mal in der Notaufnahme vorbei zu schauen, was da so los ist. Und was ging da ab?? Ja natürlich eine Reanimation!
Die Beiden, die für die Herzdruckmassage verantwortlich waren, waren sehr froh über meinen Wunsch auch mal drücken zu dürfen. Der Brustkorb war zwar schon - naja, verzeiht meine Wortwahl - ausgelabbert, heißt hat schon einige Rippenbrüche nur durch die Herzdruckmassage erlitten, aber es war immer noch super anstrengend. Nach 5 Minuten ist man echt erst einmal k.o.
Glücklicherweise hatte ich hier eine bessere Ausgangsposition als bei meiner letzten Reanimation. Die Stufe unter meinen Füßen war um einiges höher, sodass ich auch den richtigen Winkel hatte und mit dem ganzen Gewicht meines Oberkörper draufdrücken konnte.
Trotz super Herzdruckmassage, wie mir von mehreren Seiten bestätigt wurde (Yes Frauenpower :-D!) *Schulterklopf*, hat der Patient es leider nicht geschafft. Ich kannte zwar seine Geschichte nicht, aber es stand wohl schon vorher nicht gut um ihn.

Heute am Dienstag machte ich eine Reise durch wahrscheinlich sämtliche Gebäude, in denen Patienten untergebracht werden. Fast ausschließlich mit dem Benutzen von Treppen. Leider streikte die Ärztin, mit der ich unterwegs war, als ich im Hauptgebäude die 10 Stockwerke zu Fuß gehen wollte :-(. Trotzdem hatten wir schätzungsweise in einer Stunde 2 Kilometer inkl. 7 Untersuchungen von Patienten und einer Tonne von Papierkram erledigt.

Ciao!
Julia.

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