Das State House ist sozusagen der Landtag von Rhode Island. Hier findet man den Gouverneur, die Senate Chamber mit 38 Sitzen und die House Chamber (Repräsentantenhaus) mit 75 Sitzen.
Von außen ist das ein sehr beeindruckendes Gebäude mit dem Independence Man auf der Spitze der Kuppel. Der arme Kerl wurde in der über 100-jährigen Geschichte des 4. größten, selbsttragenden Marmordoms der Welt schon 27 Mal vom Blitz getroffen. Nur der Petersdom, das Minnesota State Capitol und das Taj Mahal sind größer.
Da mit Thanksgiving traditionell die Adventszeit hier eingeleitet wird, war das State House auch schon (fast) komplett weihnachtlich geschmückt.
Unter anderem gab es auf der 2. Etage kleine Weihnachtsstände aus verschiedenen Nationen:
| Schweden |
| Deutschland - wo verdammt noch mal habt ihr den Weihnachtsbaumschmuck gelassen?? |
| Norwegen - ohne Worte! |
Auf gleicher Etage findet man auch den State Room - der Empfangsraum des Gouverneurs. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die Providencer Innenstadt. Der ganze Stolz dieses Raumes ist ein Gemälde von George Washington von einem Rhode Islander Künstler. An sich ist das Gemälde gar nicht so spannend. Nur die Zehen von Washingtons Fuß sind cool. Sie zeigen nämlich egal wo man in diesem Raum steht immer auf einem selbst.
Das Design der Senatskammer wurde fast ausschließlich von dem Pantheon in Rom beeinflusst. Ich durfte zwar nicht hinein gehen, aber so sehr viel Ähnlichkeit sah ich da nicht. Dafür vielen mir die schöne, aus Mahagoni-bestehende Inneneinrichtung auf. Direkt gegenüber von der Senatskammer ist die Kammer des Repräsentatenhauses. Da das ganze Geld ja nun schon in die Mahagoni-Inneneinrichtung der Senatskammer geflossen ist, gibt es hier nur noch Stühle und Tische aus schlichter Eiche. Dafür ist dieser Raum großzügiger und stärker verziert als die Senatskammer.
| Senatskammer |
| Kammer des Repräsentantenhauses |
Auf der 3. Etage kann man sich dann die Wandgemälde der Kuppel näher anschauen.
Das State House liegt gleich neben Providence größten Shopping Mall. Ich, super neugierig auf den Black Friday-Shoppingtrubel, konnte es mir nicht verkneifen einen Blick hinein zu werfen. Da war es um mich geschehen und ich musste einfach eine Runde shoppen gehen bei toller Weihnachtsmusik, die inzwischen schon aus jedem Laden tönt.
Nachdem ich dann genau 517 Kalorien beim shoppen verloren hatte, musste ich die natürlich wieder auffüllen :). Das kann man in amerikanischen Malls besonders gut. Denn in jeder Mall in der ich bis jetzt war, gibt es einen riesigen Foodcourt. Also genehmigte ich mir ein Philly Cheesesteak :D.
Bilanz des Tages: Black Friday Shopping - zumindest am Nachmittag - ist gar nicht so schlimm, wie alle immer sagen.
Gut gesättigt und mit ein paar Tüten mehr, machte ich mich auf meinen Heimweg.
Adios!
Julia.
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