Am Samstagabend stand das letzte Waterfire, dieses Mal anlässlich des Veterans' Days, an. Waterfire findet desöfteren im Jahr in Providence an. Dabei werden etliche Feuerschalen auf dem Providence River, Woonasquatucket River und dem Moshassuck River. Bei jedem Waterfire gibt es ein anderes Thema. Im Oktober wurde es zum Beispiel von der Brown University gesponsert anlässlich dem 250-jährigen Bestehen der Universität.
Neben den Feuerschalen gibt es am Ufer noch Livemusik und etlich (Fr)Essstände. Unter anderem konnte ich den Klängen der Band Colours of London aus Nashville lauschen und einem Verrückten in seinem Rausch zu schauen. Beim letzten Song der Band rannte er nach vorn vor die Bühne, rauchte dabei etwas, von dem ich gar nicht wissen will, was es war, zog sich oben herum aus und ging ab wie eine Rakete.
Danach wurde ich noch ganz spontan zu einer Hausparty eingeladen und lernte noch mehr Deutsche in Providence kennen. Unter den internationalen Studenten an der Medical School sind wir die Meisten!
Heute fuhr ich in das eine Stunde entfernte Newport - ganz kostenlos dank meiner Brown Student-ID. Newport ist sowohl im Osten, Süden und Westen von Wasser umgeben. Dort gibt es den sog. Cliff Walk, der 5,6 km lang ist und immer an der Ost-Küste und den wunderschönen Newport Mansions entlang führt. Im 19. Jahrhundert war Newport die Sommerresidenz des amerikanischen Geldadels. Unter ihnen natürlich auch die Vanderbilts. Es kommt mir so vor als würden sie mir überall wieder begegnen. Genauso wie Olmstedt, der schon den Central Park in New Yort designte und auch hier in Newport seine Finger im Spiel hatte.
Außerdem gibt es in Newport die International Tennis Hall of Fame, die ich mir in nächster Zeit, wenn das Wetter nicht mehr so schön ist, auch noch einmal anschauen werde. Bin schon ganz aufgeregt!!^^
So nun ist mein Wochenende schon wieder vorbei und morgen stehen schon wieder ein Paar Hernien-OPs (Leistenbrüche) sowie Zirkumzisionen (Beschneidungen) an. Deswegen mache ich jetzt mal Schluss und bereite mich mal darauf vor.
Adios!
Julia
PS: Ich habe inzwischen auch die OP-Scrubs zu meiner Freizeitkleidung im Gerry House gemacht, wie auch die anderen Studenten. Ich habe sogar gehört, dass einige Leute darin schlafen, weil sie so bequem sind.
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