Unseren ersten Tag dort verbrachten wir hauptsächlich mit Stadt anschauen. Auf unserer eigenen kleinen Erkundungstour durch die nähere Umgebung des Hostels fanden wir auch gleich die schon von unserem Hostel-Mitarbeiter empfohlene „Dresden Bakery“. Diese Bäckerei wurde irgendwann in den 1990ern von einem deutschen Ehepaar gegründet und bis zu ihrem Ruhestand geführt. Leider wurde sie danach von einem südafrikanischen Ehepaar übernommen, das auch das Sortiment ein wenig umgestellt hat. Deshalb konnten wir auch hier kein schönes deutsches Schwarzbrot kaufen, welches wir alle schon schmerzlich vermissen. Stattdessen genossen wir hier einen riesigen englischen Pie zum Mittagessen.
Unser zweiter Tag in P.E.
hielt die erste Safari für uns bereit. Wir hatten eine kombinierte Tour durch
den Addo Elephant Park und dem Schotia Game Reserve
gebucht. Addo wurde in den 1990ern gegründet als die dortige Region nur noch
wenige Elefanten beheimatete. Um die Elefantenpopulation wieder zu vergrößern,
gründeten einige Naturschützer diesen Park mit anfangs 11 Elefanten. Zunächst
wurden diese Elefanten auch von Hand gefüttert. Später als die Population wuchs, stoppte man dies und überlies den Elefanten wieder selbst die
Futtersuche. Heutzutage beheimatet der Park 650 Elefanten und noch sehr viele
weitere afrikanischen Tiere.
Nach dem Mittagessen ging
es weiter in das Schotia Nature Reserve. Dieses privat geführte Naturreservat
liegt direkt neben dem Addo und beherbergt noch viele weitere Tiere, die im
Addo nicht angesiedelt sind. So konnten wir hier neben vielen Antilopen,
Warzenschweinen auch drei weitere Tiere der Big Five (Elefant, Löwe, Büffel,
Leopard und Nashorn) nämlich Büffel, Löwe und Nashorn sehen.
Nachdem sich die Löwinnen
dann verzogen, ging die Fahrt weiter. Auf unserem Weg zu den Nashörnern
bestaunten wir Büffel und Giraffen. Auch hier konnten wir wieder süße Babys bewundern.
Die beiden Nashörner, die in Schotia leben, fielen leider drei Monate vor
unserm Besuch Wilderern zum Opfer und mussten ihre Hörner lassen.
Glücklicherweise schnitten die Wilderer nicht die gesamte Nasenplatte ab,
sodass die Tiere mit viel Pflege und 20 verschiedenen Antibiotika (!!) eine
reelle Überlebenschance hatten. Besonders traurig an der Sache ist, dass das
Weibchen dadurch eine Fehlgeburt erlitten hat L.
Am Abend der Safari
bekochten uns die Ranger mit einem opulenten Mahl. Es gab sogar Malva Pudding,
unser neues Lieblingsdessert. Im Anschluss ging es auf zum Nightdrive
(Nacht-Safari), bei der wir nochmal so einige Tiere bestaunen durften.
Am nächsten Tag wollten
wir uns dann mal endlich wieder ein wenig sportlich betätigen. Eine Surfstunde
bei Wayne, unserem netten und verdammt gut aussehenden Surflehrer, im Indischen
Ozean stand an. Hier lernten wir zunächst theoretisch die Grundlagen des
Wellenreitens und konnten sie dann auch mehr oder weniger gut in die Praxis
umsetzen. Was wir alle mitgenommen haben, war das unbeschreiblich tolle Gefühl auf
einer „Welle zu reiten“.
Am Abend schauten wir uns
noch das große Einkaufs- bzw. Vergnügungszentrum „The Boardwalk“ an der
Promenade von P.E. an. Hier gingen wir auch gleich nochmal ins Kino und
schauten „The Heat“, weil es im Vergleich zu Deutschland spottbillig ist.
Damit war auch unsere
Zeit in P.E. zu ende. Die nächste Station war Durban. Der Weg nach Durban war
allerdings ca. 1000 km lang, was hieß, dass wir einen Tag lang im Bus auf der
Autobahn bzw. auf irgendwelchen Schotterpisten unterwegs waren. Dazu nächstes
Mal mehr.
Liebe Grüße,
Aline
und Jule.
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