Montag, 23. September 2013

Hässlich, hässlicher - Durban


Nun stand uns eine wahrhaftige Ewigkeit im Bazbus bevor mit dem wir rund 1000 km zurücklegen mussten, um die Hafenstadt Durban zu erreichen. Uns wurde bald klar: 15 Stunden im Bus sind kein Pappenstil.

Irgendwann wussten wir einfach nicht mehr, wie wir unsere Körper bequem lagern sollten und besonders die stark beschränkte Beinfreiheit machte uns zu schaffen. Dies führte zu einigen seltsamen Verrenkungsmanövern bei Aline und Jule behalf sich schließlich damit, ihre geplagten Beine über die nächste Sitzreihe zu strecken, wobei sich auch ihr Arm leider verabschieden musste.
Sehr spät am Abend kamen wir dann in unserem Hostel an und fielen nur noch müde in unsere Betten. Am nächsten Tag stand eine Stadttour auf dem Programm, die wir mit einem leider etwas heruntergekommenen Doppeldeckerbus machten. Je länger wir in der Stadt herumfuhren, desto klarer wurde uns: Durban ist keine Bilderbuchstadt. Insgesamt macht das Stadtbild einen sehr heruntergekommenen und schmutzigen Eindruck - deshalb sparen wir uns jetzt auch mal die Bilder. Die Häuser bestanden größtenteils aus grauen Plattenbauten und je weiter man ins Zentrum fuhr, desto öfter fand man das gleiche Bild in den vielen Straßen der Stadt: Zahllose Verkaufsstände und heruntergekommene Wohnungen mit Unmengen Müll und undefinierbaren Flüssigkeiten auf den Wegen. Dies wurde auch nicht besser als wir den für sein angeblich kunstfertiges Allerlei berühmten Victoria Street Market besuchten. Außer ein paar Ständen mit traditionellen Zulu-Kleidern, Schmuck und den obligatorischen Mitbringseln für die Touristen war nicht viel zu sehen.
Danach ging es zu unserem persönlichen Highlight von Durban: der uShaka Marine World. Dabei handelt es sich um einen Vergnügungspark mit einem großen Aquarium, einem Pinguingehege, einem riesigen Schwimmbecken und vielen weitere kleinen Spaßwelten. Im Schwimmbecken begann schließlich am Nachmittag eine faszinierende Delfinshow. Mit beeindruckender Genauigkeit und wahnsinnig großer Kunstfertigkeit sprangen die intelligenten Tiere die unterschiedlichsten Figuren im Wasser und gehorchten ihren Trainern aufs Wort. Danach ging es zu den Pinguinen, die in der uShaka World per Hand gefüttert wurden. Der afrikanische Pinguin ist in seiner Heimat mehr und mehr gefährdet durch Umweltverschmutzung und schrumpfende Lebensräume.
Das große Aquarium beeindruckte uns sehr: Mit großer Kreativität wurde eine Unterwasserwelt erschaffen, die die wunderbare Artenvielfalt des Indischen Ozeans präsentierte, zum Beispiel den Weißen Hai, die Surgeon Fische und Clownfische sowie Schildkröten.
Später ging es mit hungrigen Mägen zu einem Retaurant an Durbans Strand, wo wir traditionell für die Region aßen. Es handelte sich um ein Gericht namens Bunny Chow, das aus einem halben Weißbrot, gefüllt mit Fleisch und Curry besteht (Schärfe garantiert). Bei Nacht bot Durban einen sehr viel schöneren Eindruck und wir genossen unseren letzten Abend in der Stadt, bevor uns am nächsten Tag die nächste lange Busfahrt bevorstand.

Viele Grüße,

Jule und Aline.

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