Freitag, 30. August 2013

Das südwestlichste Ende Südafrikas und eine Klopperei für große Jungs

Endlich haben Wetter und Zeit zusammengespielt und wir konnten uns auf den Weg zum Zipfel der südafrikanischen Halbinsel machen. Mit Sonnenschein und guter Laune fuhren wir um die Mittagszeit los und erreichten bald mit dem Auto den berühmten Chapman‘s Peak Drive, eine der höchsten Bergstraßen der Welt.
Er ist neun Kilometer lang und führt direkt an der Küste der Halbinsel entlang. Der Chapman’s Peak Drive hat 114 Kurven, die sich deutlich auf unsere Magen schlugen (Stichwort motion sickness = Reisekrankheit). Daher waren wir sehr froh, als die Autos für eine kleine Pause an einem fantastischen Aussichtspunkt, der einem Hout Bay in all seiner Pracht zeigte, hielt.


Weiter ging es auf kurvenreichen Straßen Richtung Table Mountain National Park, ein wunderschöner Nationalpark mit beeindruckender Landschaft. Die letzten Meter bis zum eigentlichen Cape Point bewältigten wir zu Fuß, bis wir den berühmten Leuchtturm erreichten, von dem wir eine fantastische Aussicht auf die unendliche Weite des Meeres und die Silhouetten von Bergen in scheinbar endloser Ferne erhaschten. Außerdem konnte man von hier aus das Kap der guten Hoffnung sehen, das wegen seiner gefürchteten Sturmwinde früher auch Kap der Stürme genannt wurde. Natürlich mussten wir auch dieses Kap mit eigenen Füßen betreten und so ließen wir es uns nicht nehmen die steinigen Klippen einmal selbst zu erklimmen.
Weiter auf der Kaphalbinsel ging es mit Simon’s Town, das für seine Meeresfrüchte und den sogenannten Boulders Beach, bekannt ist. Am Boulder’s Beach, zwischen großen Granitfelsen und grüner Vegetation kann man südafrikanische Pinguine, die dort in Freiheit leben, aus nächster Nähe beobachten. Am Abend konnten wir uns in einem tollen Restaurant von der vorzüglichen Qualität der Meeresfrüchte überzeugen.Der vorletzte Tag auf unserem geliebten Campus und ein kleines Highlight stand an: Die einheimischen Studenten veranstalteten ein Rugby-Spiel bei dem die Jungs der Stellenbosch-Universität gegen das Team des Tygerberg-Campus antraten (es versteht sich von selbst, wen wir anfeuerten). Da Jule und ich zum Erstaunen vieler anderer Studenten noch nie ein solches Spiel gesehen hatten, waren wir, was die Regeln angeht ziemlich verwirrt. Letztendlich schien uns das Spiel dann doch eine einzige große Prügelei von großen Jungen zu sein, die sich scheinbar mit Vergnügen im Matsch wälzten und den eigenen Kopf auch gern mal als Rammbock umfunktionierten. Das Tygerberg-Team hat am Ende gewonnen - verstanden, wie die Punkte zusammenkamen, haben wir aber leider nicht. Es war ein sehr schöner Abschluss vom Campusleben bevor wir morgen abreisen.

Viele Grüße,
Jule und Aline.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen