Samstag, 31. Januar 2015

Verschnaufpause

Blizzard Juno hat mir ganz schön meine letzte Woche verhagelt. Keine interessanten OPs auf weiter Flur.
Deswegen habe ich euch gar nicht so viel zu erzählen. Ich bin oft in den letzten Tagen schon um 14 Uhr daheim gewesen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich schließlich auch um 6 Uhr morgens angefangen hatte, war das deutsche Pensum eines PJlers erfüllt. Aber irgendwie fühlte es sich für mich zu wenig an. Aber eine kleine Verschnaufpause nach 3/4 meiner Zeit als PJlerin hier, war vielleicht gar nicht so schlecht.
Jetzt kann ich wieder mit neuer Schaffenskraft in meine letzte Rotation starten. Dieses Mal etwas ganz besonderes: Herzchirurgie. Wie sagte eine Freundin von mir? "Vielleicht entdeckst du ja die Christina Yang in dir!" (Für alle Ahungslosen: Yang ist die ehrgeizige Herzchirurgin aus Grey's Anatomy.)

Ich sprach gestern mal mit meinem Fellow (Facharzt in Weiterbildung) über seinen Tagesablauf. Er erzählte mir, dass er ein Morgenmensch sei. Und ich dachte so, ok gibt ja solche Leute. Aber als er mir dann auch noch erzählte, dass er täglich so um 2:30 oder 3 Uhr morgens aufstehe, entglitten mir meine Gesichtszüge. Das würde ich nicht mehr Morgenmensch nennen, sondern eher Nachteule! Er geht dafür aber auch um 7 Uhr abends schlafen.
Aber so etwas hatte ich auch schon von anderen Assistenzärzten gehört. Sie stehen so früh auf und lernen noch bevor sie zur Arbeit gehen. Nur leider sind Assistenzärzte nicht so wie mein Fellow vor um 19 Uhr aus dem Krankenhaus raus. Mal ganz davon abgesehen, dass sie auch noch 6 Tage die Woche arbeiten müssen. Wie überlebt man das mehrere Jahre lang????

Nachdem ich mich nun mit dieser schier unlösbaren Frage beschäftigt habe, werde ich mich jetzt mal auf die Suche nach der Christina Yang in mir begeben und mich auf Herzchirurgie vorbereiten.

Bye, bye.
Julia.

PS: Immer schön, wenn man noch über seine eigene Profession lachen kann:

Treffen sich vier Haie vor Maui:

Sagt der erste: “Oh Mann, mir gehts schlecht. Ich hab vor drei Tagen nen Kardiologen gefressen und ich hab immer noch Rhythmusstörungen.”
Sagt der zweite: “Das ist doch gar nichts. Ich hab vor ner Woche nen Anästhesisten gefressen. Ich bin immer noch total breit und schlafe immer beim schwimmen ein.”
Sagt der dritte: “Da hat’s mich schlimmer erwischt. Ich hab vor zwei Wochen einen Psychiater gefressen. Seitdem entschuldige ich mich bei jedem Fischchen, das ich mit meinen Zähnen erschrecke.”
“Oh ihr Weicheier!” sagt der vierte. “Mir gehts am schlimmsten! Ich hab vor drei Wochen nen Chirurgen gefressen. Der war so aufgeblasen, dass ich mindestens zwei Wochen nicht mehr abtauchen konnte.”
(von praktischarzt.de)

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