Freitag, 5. Juni 2015

Das schöne Lausanne!

Ich verbrachte nicht das ganze Pfingstwochenende mit Sightseeing in Genf. Ich wollte auch Lausanne mal näher unter die Lupe nehmen.
Am besten als Individualtourist kann man das mit der Audioguide-Stadtführung des Lausanner Tourismusbüros machen. Auf deren Homepage kann man sich kostenfrei einen mehr als 3-stündigen Audioguide herunterladen.
Also machte ich mich oben auf dem Bois de Sauvabelin, einem Wald-/Naturgebiets im Norden Lausannes, auf meine selbst geführte Stadtführung. Zunächst ging es auf einen Aussichtsturm, der mal wieder komplett in Schweizer Manier gebaut war - ich habe hier ehrlich gesagt noch nie eine andere Bauart eines Aussichtsturms gesehen. Und zwar sieht das Treppenhaus wie die Schraube des Archimedes aus. (Ungefähr so wie der Wiler Turm.)

Blick über Lausanne
So ein wenig schwierig war es schon nur den Anweisungen eines Audioguides zu folgen v.a. auf Waldwegen. Nach ein wenig Herumirren hatte ich aber auch die nächste Station gefunden - das Signal von Sauvabelin. Von hier aus wurde im Mittelalter vor herannahenden Feinden gewarnt.
Danach machte ich mich auf den Abstieg von dem kleinen Hügel der das Waldgebiet beherbergte, was leider mind. 3 x im Kreis laufen beinhaltete. Die Leute an denen ich immer und immer wieder vorbei kamen, hatten schon merkwürdig geschaut.

Lausanne liegt auf den Hügeln Cité, Le Bourg und Saint-Laurent. Ich kann euch berichten, dass das zu einigem Muskelkater bei mir führte.
Weiter ging es zur Kathedrale Notre Dame, die komplett aus der so für die Region typischen grauen Molasse im 13. Jhd. erbaut wurde. Damit ist sie die älteste gotische Kathedrale in der Schweiz. Auch heute noch wird gibt es einen Nachtwächter, der die Uhrzeit verkündet. Das Besondere an der Kathedrale ist, dass sie bis zum 19 Jhd. noch durch eine Durchfahrt offen war. Das war der einzige weg, der von diesem Quartier herunter in die Stadt führte.

Kathedrale Notre Dame von Lausanne
Die Fensterrose in Notre Dame zählt sage und schreibe 105 Fenster. Sie erzählt die Geschichte der mittelalterlichen Welt.

Fensterrose
Von alt ging es zu neu. Mein nächster Stopp war das Flonviertel. Früher standen hier viele Lagerhäuser. Jetzt ist es ein junges, modernes Viertel mit gewagter Architektur, wie die Miroiterie beweist. Die Fassade dieses Gebäudes besteht aus transparenten Luftkissen.

Miroiterie im Flonquartier

Moderne Architektur im Flonquartier

Moderne Architektur im Flonquartier
Dann begab ich mich noch auf die Spuren von Voltaire, in dem ich die Straße, in die er lebte, mir anschaute. Daneben gibt es auch wieder einen kleinen Aussichtspunkt.

Hier hat fast jeder einen fantastischen Blick auf den Genfer See.
Und dann ging es zu dem Highlight meines Tages, aber dazu im nächsten Artikel mehr! :D

Am Ende des Tages hatte ich einmal ganz Lausanne durchquert und stand nun in Ouchy, dem Lausanner Stadtteil, das auch wie "Uschi" ausgesprochen wird. Dort bekam ich einen kleinen Einblick in die größte Schaufelradflotte der Welt (bezogen auf das Passagiervolumen), die nämlich in Lausanne beherbergt ist. Da es allerdings schon später als 18 Uhr war, konnte ich sie leider nicht ausprobieren.
So ist es leider in der Schweiz. Alle Geschäfte machen unglaublich früh zu - oder gar nicht erst auf.

Bis zum nächsten Mal!
Julia.

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