Donnerstag, 11. Juni 2015

Den Planet ernähren, Energie für das Leben!

Oh mein Gott! Schon wieder ein Motto in meiner Überschrift! :O. Dieses Mal ging es nach Mailand zur Expo, wo ich mir nachhaltige Strategien zur Ernährung der Welt anschauen wollte.
Es ging schon mal gut los. Ich bin als erstes in den Pavillon von Belgien gegangen. Und Belgien will die Welt mit Schokolade retten. Das fand ich einen der besten Ansätze auf der Expo :D!!

pure Schokolade :D
Nein Belgien hatte auch noch einen ganz ernsthaften Ansatz. Eine kleine Salatkopfplantage, die angekoppelt war an ein Wasserbecken mit Fischen. Dank ein paar kleinen Wissensbrocken, die aus meinem Bio-LK noch in meinem Kopf sind, kann ich euch ungefähr erklären, wie das funktioniert.
Also.... hm... ich glaube die Fische produzieren Ammonium, das durch den Prozess der Nitrifikation durch Bakterien zu Nitrat/Nitrit wird. Dieses Nitrit/Nitrat wird wiederum von den Pflanzen aufgenommen und in organischen Stickstoff umgesetzt, welches für pflanzliche Eiweiße benötigt wird.
Nur Licht, Salatsätzlinge und Wasser muss man dazu geben. Naja und Fischfutter.
Meine Bio-Lehrerin und meine Leser möge mir verzeihen, falls die Erklärung nicht ganz so richtig oder vollständig ist.


Weiter ging es in ein paar Pavillons, die komplett das Thema verfehlt haben - meiner Meinung nach! Zum Beispiel der Sudan. Hat eigentlich nur billigen Touristenramsch verkauft und sich kein wenig dem eigentlichen Thema gewidmet. Gut zugegeben, der Sudan hat vielleicht gerade ein paar andere Probleme, aber warum mach ich dann bei einer Ausstellung zu Ernährung mit?????

Angola dagegen wartete mit 3 riesigen Etagen über Essen und einer großen begrünten Dachterasse auf.



Am besten allerdings - ohne parteiisch zu sein -  war Deutschland. Toller nachhaltiger Pavillon mit einer super schönen Dachterrasse und einem super Multimediakonzept. Was mich an vielen Pavillons gestört hat, war dass nur Italienisch und die entsprechende Landessprache gesprochen wurde - und das auf einer WELTAUSSTELLUNG!!!! Nicht so im deutschen Pavillon " Fields of Ideas" (Ideenfelder)! Hier wurde gar nicht gesprochen, sondern man hat sich Videos mit Untertitel angeschaut oder Schautafeln und so ein Zeugs in Italienisch, Deutsch oder Englisch lesen können. Dafür hat man ein besonderes Konzept gehabt. Jeder hat so eine kleine, weiße Pappe namens "Sideboard" bekommen, auf der 5 kleine Sticker klebten. Die hielt man dann in einen bestimmten Bereich über den jeweiligen Tisch den man sich anschauen wollte und schon wurde das entsprechende Video, in seiner eigenen Sprach darauf projeziert. Um ein Kapitel weiter zu blättern, musste man das Sideboard nach rechts bzw. links neigen oder sogar nach unten bzw. oben bewegen.

das Sideboard
Und die kleine deutschgeflaggte Biene ist immer mit dabei! :)
Die Ausstellung war in verschiedene Bereiche aufgeteilt - Wasser, Wald, Erde, usw. In jedem Teilabschnitt wurde ein anderes nachhaltiges Konzept vorgestellt und besprochen. Natürlich war z.B. Bäume pflanzen auch mal wieder mit dabei. Es ging jedoch auch in den experimentellen Kuhstall. Hier wurde einem die neuste Überwachungstechnik für Kühe vorgestellt. Von Wiederkausensor bis Herzfrequenz- und Lagesensoren.
Darüber hinaus gab es noch ein paar Tipps wie man sogar in der Großstadt und bei Platzmangel ein wenig Grün in die Welt bringen kann.


Der Pavillon war der typischen deutschen Landschaft nach empfunden. Eine leicht ansteigende Landschaftsebene mit pflanzenähnlichen Figuren, die die Ideenkeimlinge darstellen sollen. Natürlich ist alles auch mit Solaranlagen ausgestattet, die den Strom erzeugen sollen, der nachts für die Beleuchtung benötigt wird. Auf der himmlischen Dachterasse wird dem Besucher noch ein wenig die 16 Bundesländer näher gebracht.
Übrigens werden 10 von 12 deutschen Metropolen vom European Green City Index Nachhaltigkeit bescheinigt!!

der deutsche Pavillon
Ideenkeimlinge
Außerdem habe ich gleich mal getestet, ob denn der Snackverkäufer auch deutsch spricht! Eine kühle Cola war von Nöten! Hat er tatsächlich! Zwar nur gebrochen, aber ok!

Nachdem ich mir die Cola einverlaibt hatte, ging es weiter und durch Zufall fand ich den Coca Cola Pavillon. Nach ein bissel Warten ging es gleich weiter mit Cola. Jedem Besucher dieses Pavillon wurde eine speziell dafür abgefüllte Cola spendiert in 250 ml-Flaschen, die es meines Wissens so gar nicht im Handel gibt.
 

Allerdings auch hier gab es mal wieder Sprachprobleme. Da so sehr viele kleine Kinder anstanden, die wahrscheinlich nur Italienisch richtig sprachen, wurde alles auf Italienisch erzählt. Dieser Pavillon war auch der Einzige, in dem ich von den Besuchern wahrscheinlich eine der Ältesten war! Am Ende der Mini-Ausstellung gab es dann noch einmal Cola!!!!! Man konnte sich sogar die Cola selbst zusammen stellen. Es gab verschiedene fruchtige Geschmachsrichtungen, die man mit Zero, Light oder Classic kombinieren konnte. Mein Wahl fiel auf Limetten-Cola.
Damit hatte ich eine Wochenration Cola innerhalb von 2 Stunden getrunken!! Das musste reichen!!

Die USA wollten scheinbar einen auf Salatkopf machen. Aber hier fand man zwar riesige Ausstellungsflächen, aber wenig, eher idealisierten Inhalt.


Hier noch ein paar Eindrücke:

Menschenmassen und das schon am frühen Morgen!!
Ein merkwürdiges Metallgebilde bei den Briten!

Nachhaltigkeit mit einer Menge Wasserspielen im heißen Mailänder Sommer???
Qatarischer Pavillon
Ein langer, heißer Tag auf der Expo geht zu Ende.
Südafrika war leider zu meiner großen Enttäuschung nicht vertreten :(.
Aber trotzdem war es ein sehr interessanter Tag.

Ade!
Julia.

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