Sonntag, 22. März 2015

Das Rätsel ist gelöst

Letztes Wochenende in Zürich fragte ich mich noch, wo denn all die Schweizer wären. Am Sonntag in Zürich waren die Straßen wie ausgestorben - zumindest dafür, dass Zürich die größte Stadt der Schweiz ist. Jetzt weiß ich es.

Samstag war ich in Konstanz und da fand ich endlich heraus, was die Schweizer am Wochenende machen. Sie fahren herüber nach Konstanz um einzukaufen. Das Einkaufszentrum in Konstanz war so gerammelt voll. In einem bekannten, deutschen Drogeriemarkt kam es zu Hamsterkäufen. Da wurden die Einkaufswägen - Supermarkt-dimensionierte Einkaufswägen - voll gehauen mit Pampers, Shampoo und Ähnlichem in Mengen die mindestens 1 Jahr reichen. Einige Produkte waren schon morgens um 10 Uhr ausverkauft.

Leider vergaßen die Schweizer ihre gute Kinderstube. So gesittet es in der Schweiz zu geht, beim Einkaufen in Deutschland verhalten sie sich absolut rüpelhaft. Da wird mitten im Gang herum gestanden und gequasselt ohne andere Kunden vorbei zu lassen, gestoßen und gedrängelt. Mal ganz davon abgesehen, dass sie die Läden in totalen Chaos hinter lassen. In einem großen Sportladen suchte ich nach neuen Laufschuhen. Ja denkst du, du findest dort 2 Schuhe die von der Größe her zusammen passen von denen die im Angebot sind? Nein.
An den Kassen dauert es doppelt solange, da sie alle so ein Formular unterschrieben bekommen, das ihnen erlaubt die deutsche Mehrwertsteuer in der Schweiz zurück zu bekommen.

Ich kann die Bürgerinitiative Koghba (Konstanz gegen die Helvetisierung des Badnerlandes) sehr gut verstehen. Und wer jetzt sagt, du warst doch auch in Deutschland um ähnliche Hamsterkäufe zu tätigen. Ja der hat Recht. Aber ich bin wenigstens nicht so dreist und lasse mir die Mehrwertsteuer zurück erstatten. Außerdem unterstütze ich damit schließlich die Wirtschaft meines Heimatlandes ;). Zudem klaue ich keinem Konstanzer seinen Parkplatz. Schließlich reise ich umweltfreundlich mit der Bahn. 
So bin ich gestern mit 30 kg Einkauf in meinem Backpack wieder zurück nach Wil gefahren.

Nächstes Wochenende fahre ich mit einer Freundin nach Bern. Dann machen wir das schweizerische Parlament unsicher!

Ade!
Julia.

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