Mittwoch, 8. Juli 2015

Die Côte d'Azur - Teil 1

Kurz vor Ende meiner Zeit in der Schweiz machte ich einen kleinen Trip ans Mittelmeer. Es sollte mein 2. Mal Couchsurfing werden. Ich war sehr gespannt, ob es wieder so toll wird wie in Lugano.
Mit einer Freundin wollte ich Nizza in Frankreich unsicher machen. Es ging mal wieder ganz früh morgens los. Ich musste schlieslich einen Flug erwischen. Eingecheckt hatte ich schon online. Also musste ich mich nur noch in den Zug setzen und ein paar Rolltreppen hoch fahren und schon war ich am Züricher Flughafen am Baggage drop-off.
Ich war wieder total begeistert von diesem Flughafen. Es klappt dank schweizerischer Organisation alles tiptop und ich hatte innerhalb von 10 min mein Gepäck aufgegeben....
Weiter ging es in Richtung Securitycheck. Innerhalb der nächsten 15 Min. war ich auch dort durch. Und alles ist so super ausgeschildert, dass man immer weiß wo man hin muss.
Sogar die Toiletten sind hygienisch sauber - nicht so wie in Berlin-Tegel, wo es bei den kostenlosen Toiletten zu einer hygienischen Unzumutbarkeit wird sie zu benutzen. Dieser Flughafen ist echt der Hammer!!!
Kleiner Wehrmutstropfen: mein Flug hatte mal wieder Verspätung!!! Das mit den Flügen scheint langsam so zu sein wie mit der Deutschen Bahn.
Retardé bedeutet Verspätung ;)
Aber da ich sowieso in Nizza am Flughafen auf meine Freundin, die mich begleitete, hätte warten müssen, nicht all zu ärgerlich...
In Nizza angekommen wurde ich von Sonnenschein mit 29°C und Palmen begrüßt :).
Als am Nachmittag dann meine Freundin gelandet war, ging es sogleich in die Altstadt und an die Promenade. 

Fontain du Soleil (Sonnenbrunnen)
Als wir dann endlich die Bushaltestelle die zu unserem Couchsurfing-Host führen sollte fanden, stellten wir fest, dass wir den Bus um 5 Min. verpasst hatten. Der Nächste fuhr erst in einer Stunde. Düdüm. Ach wie ich das Schweizer ÖPPNV vermisste!!
Über Umwegen - mit meinem genialen Geniestreich, der leider nicht so genial war, wie ich dachte - , kamen wir doch irgendwann im Hinterland von Nizza an. Wir hatten zwar ein Wegbeschreibung von unserem Host erhalten, aber so sehr hilfreich war sie nicht. Also machten wir uns mal auf die Suche! Berg hinauf... natürlich war das die falsche Richtung. Also wieder nach unten! Irgendwann hatten wir dann auch die Straße mit einem unendlich langen Namen gefunden - Franzosen !!- und standen vor dem richtigen Haus. Jetzt war nur noch die Frage, welche der 3 unbeschrifteten Klingeln es ist. Nummero uno - leider nein. Bevor wir alle einmal durchprobierten, beschlossen wir einfach mal alle gleichzeitig zu klingeln.
Plötzlich kam lautes Gepolter vom Inneren und zack unser Host stand vor uns. Auf dem ersten Blick auch ganz sympathisch. Kann sogar anständiges Englisch sprechen - naja ist ja auch Englischleherer.
Nachdem wir unterm Dach ankamen, durften wir erst einmal seine 3 (!!!!) Balkone/Terassen besichtigen. Einen nach Norden, Westen und Süden.
Wir waren eigentlich komplett fertig und müde von der Reise und wollten schlafen. Da hatten wir unserer Rechnung aber ohne den Biorhythmus von unserem Host gemacht. Er ging normalerweise um 3 Uhr nachts ins Bett und wachte erst so gegen 10 Uhr auf. Also um nicht allzu unfreundlich zu erscheinen mussten wir noch ein wenig sozial sein. Wir spielten Kinect! Für alle Nicht-Playstation-Fans: ein Spiel bei dem von einer Kamera sämtliche Bewegungen, die man macht, aufgezeichnet werden und man bestimmte Bewegungen, wie Springen, Boxen oder Kicken vollführen muss um virtuelle Hasen oder ähnliches Getier auf dem Bildschirm zu bekämpfen. Ganz witzig! Aber nichts für 30°C!
Glücklicherweise mussten wir natürlich so gegen 1 Uhr nachts mal leiser werden wegen den Nachbarn. LEIDER! ^^ Echt schade! Endlich konnten wir ins Bett!!!
Am nächsten Morgen wurden wir von lautem Donner und Blitzen geweckt. Wir hatten einen der durchschnittlich 3 Tagen an denen es in Nizza im Juni regenet erwischt! Glücklicherweise hatte es sich auch irgendwann ausgegrollt und die Sonne kam wieder zum Vorschein.
Unser Host war so nett uns mal Nizza und Umgebung zu zeigen. Zunächst ging es auf Nizzas Hausberg Mont Boron, auf dem man schon einen kleinen Überblick gewinnen konnte.
Aufgrund des Gewitters noch kein azurblaues Wasser!
Nach wir uns gestärkt hatten -  ich hatte einen Salad nicoise -, ging es weiter auf einen Berg in der Nähe von Èze, "La Tête de Chien" (auf dt. "der Hundekopf"). Von dort hatte man nicht nur einen super Rundumblick, sondern man konnte sich Monaco von oben anschauen, z.B. weiß ich jetzt auch wo der berühmt Tennisclub im Monte Carlo zu finden ist :) - zumindest von diesem Berg aus.

Cap St. Jean-Ferrat
Monaco
Auf dem Rückweg machten wir noch Halt in einer Parfümerie, wo uns der Unterschied zwischen Eau de Parfum, de Toilette und de Cologne beigebracht. Beim Parfüm hat man eine Duftkonzentration von ca. 20 %. Bei den anderen beiden weniger, weil die Verdünnung eine höhere ist. Dafür hält der Duft des Parfüms länger. Das war so ungefähr alles, was ich davon behielt. Am Ende dieser weniger informativen, aber eher Verkaufsveranstaltung waren unsere Nasen sehr ermüdet und unsere Arme voller verschiedener Düfte. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie das kleine Auto mit 3 durchgeschwitzten Insassen, die gerade aus einer Parfümerie kamen, gerochen hat.

Fortsetzung folgt.

Salut!
Julia.

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