Sonntag, 12. Juli 2015

Die Côte d'Azur - Teil 2

Antibes, Cannes oder Monaco - was darf's sein? Wir konnten uns gar nicht entscheiden, was wir an unseren 3. Tag in Nizza machen sollten. Mit ein wenig Hilfe unseres Hosts entschieden wir uns für Monaco.
Gleich morgens ging es los mit dem Bus immer entlang der wunderschönen Küste entlang nach Monaco. Angekommen im zweitkleinsten Staat der Welt erklommen wir in luftigen, nur knappen 30°C Le Rocher, den Fürsten-Felsen. Dort findet sich der monegassische Palast. Reinschauen wollten wir natürlich auch mal. Allerdings gab es nichts sehr spannendes zu sehen.

Fürstenhof zu Monaco
Ich finde ja von außen sieht es aus wie ein Schloss aus Kinderbausteinen bestehend.
Weiter ging es zur Saint Nicholas Cathedrale. Dort heirateten Charlene und Albert vor einigen Jahren. Daneben liegen dort alle wichtigen Grimaldis begraben, u.a. Fürst Rainier III und Grace Kelly. Wie ich fand, eine der schönsten Kathedralen, die ich in den letzten Jahren so besuchte.
Ein Muss für jeden, der in Monaco ist, ist das Casino. Allerdings ist es gar nicht so besonders wie man immer denkt. Es stehen halt nur einige Ferraris und Lamborginis vor dem Eingang. Hinein kommt man. Also eigentlich. Wenn man ordentlich gekleidet ist und nicht so wie ich in Puma-Flipflops dort aufschlägt.
Insgesamt kann ich sagen, dass Monaco jetzt nichts schönes oder besonderes an sich hat. Der Fürstenstaat ist total zugebaut. Es gibt eigentlich keine Stelle, die nicht bebaut ist. Inzwischen wird halt nur noch in die Höhe gebaut. Man findet so gut wie nichts dort. Die halbe Stadt besteht eigentlich nur aus engen, kurvigen Einbahnstraßen. So fanden wir z.B. einen Bahnhof nicht, sodass wir wieder den überfüllten Bus nach Nizza nehmen mussten.
In Nizza angekommen wollten wir eigentlich noch mal ins Meer springen und uns von der Hitze des Tages erholen. Jedoch machte uns mal wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Gerade am Strand angekommen, fing es an zu blitzen. Da wir nicht im Wasser gegrillt werden wollten, verschoben wir das mit dem Baden auf unseren Abreisetag. Gleich danach kam ein kleiner Sommerregen herunter. Damit hatten wir die 2 der durchschnittlichen 3 Regentage im Juni voll gemacht.
Am nächsten Tag, unserem Abreisetag wurden wir aber schon wieder von strahlend blauem Himmel und Sonnenschein begrüßt. An diesem Tag musste noch ein wenig Kultur und Wissen über Nizza her. Wir beschlossen - wer hätte es gedacht ;) - eine Free Walking Tour zu machen.
Getroffen haben wir unseren deutschen Guide auf dem Place Masséna vor der Fontaine du Soleil. Der Place Masséna ist nach einem nizzaischen - Ja! Der Duden gibt das her! - Kommandeur, der seine Berühmthein in der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen erlangte, benannt worden.
Nachdem Nizza seine Nationalität des öfteren gewechselt hatte und endlich französisch wurde, fielen die Engländer ein. Nizza wurde zum Touristenziel schlecht hin für die Briten im Winter. Da die Stadt allerdings erst weiter oben und weiter entfernt von der Küste war und der Strand ein reiner Kieselstrand war, planten die Briten eine Gehweg entlang des Wassers. Dies war schnell realisiert. Die Promenade des Anglais existiert auch heute noch und wird nicht nur zum flanieren, sonders auch zum Sport treiben und vielem mehr benutzt.
An diesem Tag machte uns auch endlich das Wetter keinen Strich durch die Rechnung und wir konnten ungehindert das Mittelmeer geniesen, das schon eine sehr angenehme Temperatur hatte. Eigentlich wollten wir gar nicht mehr heraus! Allerdings mussten wir ja noch einen Flug erwischen. Also machten wir uns nach dieser sehr willkommenen Erfrischung auf zum Flughafen.
So schnell gingen 4 Tage Urlaub vorbei!

Liebe Grüße,
Julia.

PS: So gut wie in diesem kleinen Fürstenstaat Monaco habe ich noch nie die Ausschilderung von öffentlichen Defibrillatoren gesehen.


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