Dieses Wochenende besuchte ich die Textilstadt St.Gallen m Bodensee.
Die Gründung der Stadt St. Gallen beruht darauf, dass
Gallus, ein angeblich irischer Mönch, irgendwann im 7. Jhd genau dort
über eine Baumwurzeln gestolpert sein soll. Dies wertete er als Zeichen
Gottes und lies sich nieder. Die Stadt wurde allerdings erst ein Jhd.
später von Otmar, kein Mönch, gegründet. Danach avancierte St. Gallens Kloster recht schnell zu einem wichtigen Benediktinerabtei.
| Gallusplatz |
Aus der Klosterzeit, die im 19. Jhd mit der Schließung des
Klosters endete, besitzt St. Gallen bis heute noch den Stiftsbezirk,
welcher UNESCO-Weltkulturerbe ist. Unter anderem findet man hier eine
der schönsten Bibliotheken weltweit. Sie ist komplett im Rokoko-Stil
erbaut und eingerichtet worden. Aber auch der dazu gehörige Dom ist
in seiner Schönheit nicht zu verachten .
Die Mönche, die hier im Kloster lebten und arbeiteten, waren bekannt für das (Ab-)Schreiben und später Drucken von Büchern. Vor allem der Initialbuchstabe eines Textes hatten es den Mönchen angetan. Sie waren bekannt für eine besonders schönen Verzierung dieser.
Um solche Texte schreiben zu können brauchte man allerdings auch so einiges an Papier, welches St. Gallen erst im 14. Jhd. erreichte. Zuvor wurde auf Pergament geschrieben. Dieses wurde aus der Haut von Schafen gewonnen. Für eine Seite einer Bibel (eine Seite größer als A4) benötigte man die Haut von 80 Schafen!!! Kein Wunder, dass gleich neben dem Dom der Schafstall war.
In nicht allzu weiter Entfernung zu besagtem Schafstall
stand auch das erste Krankenhaus der Schweiz. Heute leider durch ein
anderes Haus ersetzt, was aber noch heute eine Besonderheit ist. Denn es
wurde mit Smalte, dem Vorläufer von Kobaltblau, gestrichen,was sehr teuer
ist. Nicht verwunderlich, dass bis vor einigen Jahren Maestrani Schweiz eine Filiale in diesem Haus hatte.
| Haus in Smalte |
Dann bin ich noch einmal den Hausberg St. Gallens hoch
gelaufen und hatte einen tollen Ausblick nicht nur über die Stadt
sondern auch über den Bodensee bis hin zum deutschen Ufer.
| Da hinde isch Düütschland :) |
Heute am Sonntag fahre ich endlich mal wieder mit der guten
alten Deutschen Bahn eine Freundin in Bayern besuchen. Natürlich hat
die DB auch nichts an ihrem Flair vermissen lassen. Jeder DB Zug, mit
dem ich gefahren bin, hatte Verspätung...
Ciao!
Julia.
Julia.
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