Hier in Providence dreht sich alles nur noch um Schnee. Wohin bloß mit diesen Schneemassen, die in den letzten Wochen herunter gekommen sind?
Aber bitte doch nicht auf den Fußgängerweg.
Ich hatte am Freitag doch tatsächlich die verrückte Idee ein Stück zum Supermarkt zu Fuß zu gehen. Es war einfach tolles Wetter. Die Sonne schien.
Also machte ich mich dick eingepackt auf den Weg. Es führen vom Gerry House genau zwei Wege zu der Brücke, die ich überqueren wollte. Der Anfang war eigentlich ganz gut. Die Fußgängerwege waren zwar nicht komplett frei, aber zumindest einen kleinen Trampelpfad gab es. Nach 500 m war es dann aber vorbei. Kein Trampelpfad mehr, nur noch hohe Schneeberge auf den Fußwegen.
Ok, dachte ich mir, es führen ja immer mehrere Wege nach Rom. Also bin ich umgekehrt und zur Hauptstraße vor dem Krankenhaus gegangen. Aber auch hier Fehlanzeige. Kein einziger Fußweg ist geräumt. Teilweise sind noch nicht einmal die Ampelüberwege so geräumt, dass man nicht über Schneehügel am Straßenrand steigen muss.
Also nahm ich einfach den nächsten Bus und ging einkaufen. Nun ist es ja schon etwas länger her, dass Blizzard Juno über uns hinweg gefegt ist. So dachte ich mir, wäre nun auch endlich die Busgesellschaft auf die Schneemassen eingestellt. Aber leider weitgefehlt.
Angekommen bin ich noch gut. Allerdings der Rückweg sollte zu einem Problem werden. Ich musste nämlich erst einmal 1 Stunde auf den bl**** Bus warten bis er endlich kam. Dabei waren die Busse auf dieser Linie auf alle 20 Minuten eingetacktet. Aber dafür kamen dann gleich zwei Busse. Na toll, das half mir auch nicht.
Also fuhren wir los. Zunächst fährt der Bus durch ein Wohngebiet. Und auch hier Schnee auf den Gehwegen, Schnee am Straßenrand, Schnee überall. Das und die komischen, um nicht zu sagen der Straßenverkehrsordnung garantiert nicht rechten Parkgewohnheiten der Anwohner führten dazu, dass es plötzlich nicht mehr weiterging. Die Lücke, die man dem Bus freundlicherweise auf der Straße gelassen hatte, war für die einfache Durchfahrt zu klein. Also standen wir dort 10 Minuten. Dann kam endlich eine Polizistin, die uns mit Handzeichen durchwinkte.
Aber auch danach ging es nur in weniger als Schrittgeschwindigkeit weiter. Nach einer halben Ewigkeit kam ich endlich auch an meinem Umsteigepunkt an. Und natürlich stand ich auch dort wieder in einer Eiseskälte und wartete.
Mein gesamter Ausflug dauerte ganze 3 Stunden. Und das nur um einzukaufen!!!!
Liebe Grüße,
Julia.
PS: Eigentlich wollte ich euch ja noch ein paar schöne Schneefotos präsentieren, aber bin auf Grund des Wetters leider nicht dazu gekommen überhaupt welche zu schießen.
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