Donnerstag, 30. Oktober 2014

Endlich Brownie!

Hallihallo,

gestern bin ich dann hier in Providence angekommen. Im Krankenhaus riefen glücklicherweise die netten Damen vom Empfang den Verantwortlichen für meine Unterkunft direkt neben dem Krankenhaus an - ich hasse nämlich telefonieren auf englisch :-(. Und dann zog ich in mein zukünftiges Domizil ein. Auf dem ersten Blick ganz ok.
Dann machte ich mich mal gleich auf dem Weg zum nächsten Supermarkt, der sehr sehr weit entfernt ist. Busfahren ist hier so ein Sache. Es ähnelt einem Glücksspiel, wenn man sich in Providence nicht auskennt. Es gibt nämlich entweder gar keine Ansagen - Anzeigen leider schon gar nicht - oder einfach so unverständliche Ansagen, dass ich damit auch nichts anfangen kann. Also bin ich dann irgendwann einmal auf gut Glück ausgestiegen. Aber wo war denn nun die Bushaltestelle. Der Bus hielt einfach im Nirgendwo. Kein Schild. Kein Wartehäuschen. Nichts! Damit hatte ich auch keine Ahnung und vor allem wann mein Anschlussbus halten würde. Also machte ich mich zu Fuß auf.
Glücklicherweise hatte ich mir bevor ich einkaufen ging, die Küche, die ich mir mit allen hier im Haus teile, angeschaut. Denn mit nur einem Toaster, einem Wasserkocher und zwei Mikrowellen kann man nur wenig richtig kochen. Dafür gibt es aber noch 3 Kühlschränke, wobei einer davon allerdings gerade kaputt ist und gerade repariert wird - ich frage mich, wie lange dieser Zustand schon anhält... Entsprechend sind die funktionierenden Kühlschränke ganz schön voll.
Lebensmittel sind relativ teuer hier in Amerika, merkte ich an der Kasse, obwohl ich schon sehr auf den Preis geachtet hatte. Aber auch die Supermarktsortierung macht es einem nicht immer leicht. So findet man beispielsweise an mehereren Stellen des Marktes Müsli-Riegel. So geht es einem mit einigen Artikeln.
Wieder hier in meinem Domizil, dem Gerry House, angekommen - jetzt wusste ich auch, wo der Busstop war, da einfach ne Menge Leute dort jetzt stand -,  lernte ich auch gleich meine Mitbewohnerinnen kennen. Ich habe zwar ein Einzelzimmer, teile mir aber das Bad mit 2 weiteren Mädels. Das ist einmal Helen aus Taiwan, arbeitet wohl aber eigentlich in Peking. Sie forscht hier in der Neurochirurgie. Sie war auch gleich einmal so nett mir zumindest den Weg zur Kantine im Krankenhaus und damit auch den Keller und Verbindungsgang zu zeigen. Meine 2. Mitbewohnerin ist Melissa, die hier kurz vor ihrem Abschluss in Physiotherapie steht. Da fragte ich mich allerdings warum sie hier wohnt (siehe unten) und nicht irgendwo in der Stadt. So schön ist es hier denn nun auch wieder nicht.
Als es dann Abend wurde, wurde es ein wenig kühl in meinem Zimmer und da fiel es mir auf. Die Lüftung/Klimaanlage lief, obwohl doch auch gleichzeitig die Heizung lief. Also ab zu meiner Nachberin, um heraus zu finden, wie man das abschaltet. Nur leider gab es da nichts heraus zu finden. Die Lüftung kann man nicht abschalten, genau so wenig wie die Heizung!! Das wird alles zentral reguliert. In anbetracht, dass die Lüftung einen Heidenkrach macht - wenn alles um dich herum leise ist, sprich beim Einschlafen - schlief ich dann mit meinen besten Ohropax ein und hörte dadurch die Lüftung aber immer noch. Nachts war es dann mit der Mini-Decke, die auf meinem Bett lag, so dermaßen kalt, dass ich mich erst einmal die nächsten Klamotten anziehen musste, die mir in die Hände fielen. Zudem fand ich noch 2 weitere dünne Decken in meinem Zimmer. Damit ging es dann langsam. Am Morgen sprach ich gleich mal mit dem Hausverwalter drüber. Der meinte, die Heizung wäre zum Teil kaputt -obwohl sie sich für mich relativ warm anfühlte - und wollte jemanden vorbei schicken. Jetzt fühlt sich die Heizung nicht unbedingt sehr viel heißer an... Ich werde sehen.


Und wenn ich heute nacht wieder erfrieren sollte, werde ich mich morgen im Brown University Shop mit einem dicken Sweatshirt und einer Jogginghose eindecken. Davon gibt es dort genug. Da hat man echt die Qual der Wahl!
Heute wendete ich mich dann ein paar organisatorischen Dingen zu. Nun bin ich auch stolze Besitzerin eines Brown-Studentenausweises, mit dem ich die öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Rhode Island benutzen kann und die Einrichtungen der Universität, wie Schwimmhalle, Fitnesscenter und Bibliothek. Auf dem Foto des Studentenausweises sehe ich total dümmlich aus. Der Drucker wollte leider nicht mehr so richtig. Aber so ist das wohl immer bei Studentenausweisen.
Außerdem machte ich auch hier wieder eine Campustour, um die 250 Jahre alte Universität, ein wenig näher kennen zu lernen.  


der Brown Bear - das Maskottchen
Viele Grüße,
Julia.

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