Donnerstag, 23. Oktober 2014

Das entzückende Yale

Hallo,
heute begab ich mich auf die Spuren von Rory Gilmore ;-) und fuhr nach New Haven, wo ich nun die nächsten Tage verbringen werde.
New York verabschiedete mich genau so wie es mich schon willkommen hieß - mit Regen. (Boah das erste Mal seit langem, dass ich wieder einen Artikel auf meiner Laptop-Tastatur schreibe! Wie angenehm. :)) Schon auf dem 2-stündigen Weg konnte ich den ersten Eindruck vom Indian Summer erhaschen. Sehr sehr schön!
Angekommen in NH wollte ich eigentlich mit dem öffentlichen Bus fahren. Allerdings stand an der Bushaltestelle gerade der kostenlose Yale Shuttle Bus, von dem ich schon gelesen hatte. Mit keinem Plan, wo ich denn aussteigen muss, setzte ich mich einfach mal hinein. Die Busfahrerin war glücklicherweise so nett mir zu sagen, wann ich auszusteigen hatte und vor allem welchen Anschlussbus ich nehmen musste.

Angekommen in meinem Bed&Breakfast lies ich mich allein ein - ich hatte den Türcode per Mail erhalten - und war eigentlich darauf eingestellt, dass da ein Brief und ein Schlüssel für mich in der Lobby liegen würde, da die Inhaber schon vorangekündigt hatten, dass sie nicht da sein. Soweit so gut. Da stand ich nun in der Lobby, fand mich mit meinem riesen Backpack in diesem super kitschig eingerichteten B&B doch etwas fehlplatziert und da war weder der richtige Schlüssel noch ein Brief für mich. Nur eine schrullige Mitfünfzigerin, die pausenlos in ihr Handy quasselte, aber eher den Eindruck einers Gastes auf mich machte. Also fing ich einfach mal an mich umzuschauen. Da war zunächst einmal ein kleiner Beistelltisch mit lauter Familienfotos und einem Fotobuch über einen Soldaten und seinem Afghanistaneinsatz!!!! Wer macht sich denn bitte ein Fotobuch über einen Militäreinsatz und dann auch noch in Afghanistan!!! Das war doch wohl sicher kein Vergnügen!

Weiter ging es ins Wohnzimmer. Hammermäßig eingerichtet. Fotos folgen! Und da hatte ich auch schon das wichtigste gefunden ;-)! Den PC! Also ich erst einmal mit meiner Schwester gechattet. Als ich damit fertig war, machte ich mich wieder auf, ging in die oberen Etagen und schaute mir die freien Zimmer an, deren Türen nämlich offen standen. Wieder unten, warf ich noch einen Blick ins Büro - ja, ja ich weiß ziemlich neugierig, aber wer nicht da ist, hat es nicht anders verdient -, wo ich schon einmal herausfand, dass die Besitzer Teil eines Bibelkreises sind.

Irgendwann tauchte dann auch endlich jemand auf und begrüßte mich ziemlich unfreundlich. Nachdem ich meine Sachen im Zimmer abgeladen hatte, machte ich mich auf zu einem Spaziergang inkl. Nahrungssuche. Als ich so ins Stadtzentrum ging, bin ich durch den kompletten Yale-Campus gegangen. Bevor ich das Zentrum erreichte, dachte ich wirklich die ganze Stadt würde nur aus Yale bestehen. Aber nein, es gibt tatsächlich noch ein anderes New Haven.

Wenn man mir nicht an meiner Kamera um den Hals angesehen hätte, dass ich Tourist bin, dann aber an dem offen stehendem Mund vor Entzückung. Die Häuser sind der Hammer auf dem Campus. So wie ich mir Yale schon immer vorgestellt habe - alt, mit kleinen Türmchen, verwinkelt, mit Efeu berankelt, versteckt hinter Baümen, die sich langsam gelb und rot färben. Das hat mich ein wenig neidisch auf so eine toll aussehende Uni werden lassen.

Ciao!
Julia

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